E1 Series

Foto: © E1 Series
Die UIM E1 World Electric Powerboat Series etabliert sich als weltweit erste vollelektrische Motorboot-Rennserie und kombiniert Hochgeschwindigkeitsaction mit ökologischer Verantwortung. Einer der Gründer ist Alejandro Agag, der auch die Formel E und Extreme E/Extreme H ins Leben gerufen hat.

Inhaltsverzeichnis

Konzept

Ziel der E1 Series ist es, die Formel 1 der Meere zu werden – mit einem kaum vernehmlichen Umwelt-Impact. Die Serie sieht sich als Katalysator für die maritime Elektrifizierung. Erkenntnisse aus dem Rennbetrieb fließen bereits in die Entwicklung elektrischer Yachten und Fähren ein. Mit einer perspektivisch geplanten Einführung einer zweiten Bootsklasse (E2), die auf Wasserstoff-Brennstoffzellen setzt, könnte die E1 Series zum Vorreiter einer komplett emissionsfreien Wassersport-Ära werden. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Übertragbarkeit der Technologien in den urbanen maritimen Verkehr, etwa für elektrische Wassertaxis oder Fähren in Küstenstädten.

Race Bird

Mit Hydrofoil-Booten, die bis zu 50 Knoten (93 km/h) erreichen, revolutioniert die Serie den Wassersport und setzt gleichzeitig Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit und Technologietransfer. Der RaceBird, entwickelt vom norwegischen Startup SeaBird Technologies, ist das Herzstück der Serie. Das Boot ist sieben Meter lang und 3 Meter breit. Es wiegt 800 kg, wobei die Batterie mit 18 kWh Kapazität einen signifikanten Anteil ausmacht. Die Karosserie besteht vollständig aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK), der sowohl Leichtbau als auch strukturelle Stabilität gewährleistet. Der 150 kW starke Außenbordmotor beschleunigt den Race Bird in 4,5 Sekunden auf 50 Knoten und erreicht eine Reichweite von 15–20 Rennminuten. Ein 800-Volt-Batteriesystem, entwickelt von Kreisel Electric, ermöglicht eine 20-kW-Schnellladung innerhalb von 45 Minuten. Die Hydrofoil-Technologie mit ihren drei Flügeln (zwei seitlich, einer am Ruder) hebt das Boot bei ca. 18 Knoten aus dem Wasser, reduziert den Reibungswiderstand um 40 % und ermöglicht effizientes Gleiten. Die begrenzte Einsatzdauer zeigt zugleich die aktuellen Herausforderungen batterieelektrischer Antriebe im maritimen Hochleistungsbereich und unterstreicht den Entwicklungsbedarf in diesem Segment.

Nachhaltigkeitsstrategie

Die Transporte erfolgen teilweise per Schiff, um den ökologischen Fußabdruck zu minimieren. CFK-Abfälle aus der Bootsproduktion werden zu Verkleidungen für Ladestationen upgecycelt. An allen Rennwochenenden gibt es Küstenschutzinitiativen in Kooperation mit lokalen NGOs, um Küstenökosysteme zu regenerieren. Gleichzeitig versteht sich die Serie als Plattform zur Sensibilisierung für maritime Umweltprobleme, da auch vollelektrischer Rennsport weiterhin mit indirekten Emissionen durch Logistik, Infrastruktur und Veranstaltungsbetrieb verbunden ist. Die E1 Series kooperiert mit der Ocean Generation Foundation, um Bildungsprogramme zu Meeresverschmutzung und erneuerbaren Energien in Hafenstädten durchzuführen. 

Prominente Botschafter

Die Teams der Serie sind als Franchise-Modelle organisiert und werden von internationalen Persönlichkeiten geführt, die als Teambesitzer auftreten und strategische sowie kommunikative Rollen übernehmen. Die Einbindung globaler Superstars wie LeBron James, Will Smith oder Virat Kohli steigert die mediale Reichweite der Serie exponentiell. Die E1 Series nutzt die Strahlkraft der Prominenten, um eine junge Zielgruppe für maritimen Umweltschutz zu sensibilisieren.

Racing For The Climate e.V.
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