Technologieoffenes Konzept
XT1-Fahrzeuge sollen eine ähnliche Performance haben wie aktuelle GT3-Fahrzeuge, der nicht in Konkurrenz zur GT3 stehen, sondern eine Ergänzung sein. Herzstück des Konzepts ist ein Multi-Purpose-Chassis mit vier Elektromotoren und einer Systemleistung von über 1.000 PS. Die Energiequelle für die Elektromotoren bleibt dabei offen: Ob mit E-Fuel oder Wasserstoff betriebener Verbrennungsmotor, Batteriespeicher, Brennstoffzelle oder andere innovative Energieträger – alle Technologien sind willkommen. So fördert XT1 aktiv die Entwicklung und Erprobung nachhaltiger Antriebssysteme, die perspektivisch auf den Straßenverkehr übertragbar sind.
Parallelen zum Audi RS Q e-tron
Der Audi RS Q e-tron, der 2024 die Rallye Dakar gewonnen hat, war mit einem elektrischen Antrieb ausgestattet, dessen Batterien durch einen Verbrennungsmotor als Generator geladen wurden und hatte ein vergleichbares Konzept. Der ADAC geht aber einen Schritt weiter und lässt auch andere Energiequellen zu. Das Grundprinzip eines mit einem Verbrennungsmotor ausgestatteten XT1 entspricht aber dem Siegerfahrzeug der Rallye Dakar.
Nachhaltigkeit im Mittelpunkt
XT1 verfolgt das Ziel, Klimaschutz und Motorsport eng miteinander zu verknüpfen. Durch den technologieoffenen Ansatz können nachhaltige und klimafreundliche Energieträger wettbewerbsfähig eingesetzt werden: reine Batteriespeicher, Verbrennungsmotoren mit E-Fuels oder Wasserstoff. Das technische Reglement sieht zudem Maßnahmen für Chancengleichheit vor (Balance of Technology), um den verschiedene Antriebskonzepten Chancengleichheit zu geben. Einheitliche Komponenten und aerodynamische Vorgaben sorgen für vergleichbare Leistungsniveaus und gewährleisten einen sportlichen Wettbewerb auf Augenhöhe.
Innovation für die Zukunft
XT1 ist mehr als eine neue Rennserie – es handelt sich um ein weltweit einsetzbares, adaptierbares Konzept, das für Sprintrennen genauso wie erstmals für Langstreckenrennen mit elektrifiziertem Antriebsstrang geeignet ist. So trägt XT1 dazu bei, nachhaltige Innovationen im Motorsport konsequent zu fördern und als Impulsgeber für die Automobilindustrie und den Klimaschutz zu wirken. Der ADAC lädt alle Automobilhersteller ein, sich an der Fortentwicklung und Umsetzung dieses visionären Projekts zu beteiligen.
Zeitplan
Das konkrete Konzept für die XT1-Kateogrie soll 2027 erarbeitet werden. 2028 sollen Testfahrten mit einem Prototyp beginnen, erste Demorennen könnten 2029 ausgetragen werden, ab 2030 könnte die XT1-Klasse ausgeschrieben werden. Dabei ist der ADAC auch offen für Kooperationen mit anderen Verbänden und Promotoren.