Nachhaltigkeit am „Race to the Clouds“
Die Streckenbedingungen am Pikes Peak im US-Bundesstaat Colorado sind besonders herausfordernd: Fast 20 Kilometer Länge, 156 Kurven und ein Höhenunterschied von rund 1.400 Metern verlangen den Fahrzeugen und Piloten alles ab. Die hohe Lage (bis über 4.300 Meter) benachteiligt Verbrennungsmotoren, weil ihnen mit zunehmender Höhe Sauerstoff fehlt und somit Leistung verloren geht. Elektromotoren sind davon nicht betroffen und können ihre volle Power entfalten – das macht sie zum idealen Zugpferd für zukunftsorientierte Konzepte.
Elektrische Rekorde und Innovation
2018 schaffte Volkswagen mit dem vollelektrischen I.D. R Pikes Peak einen Meilenstein: Romain Dumas stellte einen Allzeitrekord auf und schlug sämtliche Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Auch die Ladeinfrastruktur vor Ort wurde nachhaltig ausgerichtet – der Strom für den Rennwagen kam aus Generatoren, die mit Glycerin betrieben wurden und nahezu emissionsfrei arbeiteten. Seitdem zeigt das Bergrennen jährlich, wie unterschiedliche Hersteller mit immer leistungsstärkeren und effizienteren Elektroautos am Start sind: Der Ford F-150 Lightning SuperTruck EV (1.600 PS!), SuperVan 4 und Hyundai-Fahrzeuge sorgten für neue Bestzeiten und Aufsehen.
Nachhaltigkeit als Wettbewerbsfaktor
Das Pikes-Peak-Rennen ist inzwischen ein Schaufenster für grüne Technologien, alternative Energieträger und innovative Batterielösungen. Die Kombination aus extremen Bedingungen, internationalem Wettbewerb und technologischer Offenheit macht die Veranstaltung zu einem Vorreiter für nachhaltigen Motorsport. Mit jedem neuen Rekord und jedem weiteren Elektrofahrzeug wächst die Akzeptanz und das Bewusstsein, dass Klimaschutz und Wettbewerb keine Gegensätze sind, sondern sich inspirieren können.